LICHT & WURZELN
Gesundheits- Forschungsverein

Studien zum Thema

Ganglien

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Ganglion ciliare

  • Ganglion ist überwiegend parasympathisch
  • hat aber auch einen bedeutenden sympathischen Anteil
  • erhält sensible Fasern vom N. nasociliare
  • und parasympathische Fasern aus dem N. oculomotorius vom Nucleus accessorius oder EdingerWestphal
  • die sympathischen Fasern entspringen aus dem Ganglion cervicale superius via caroticus internus und Plexus opthalmicus
  • die 12 bis 15 kurzen Ziliarnerven aus dem Ganglion ciliare versorgen die Gefäße des Pl. Choroideus und die Sklera, den Ziliarmuskel der Linse, die Mm. Sphincter et dilatator (ciliaris) der Pupillen, die Muskeln der Iris und die Kornea
  • ein Blockieren dieses Ganglions erhöht den Blutfluss zum N. Opticus, dem Fundus des Auges, und allen anderen Augenstrukturen und steigert alle visuellen Funktionen, einschließlich der Akkomodation für das Nah- und Weitsehen
  • die Behandlung erhöht außerdem den venösen uns sympathischen Abstrom aus dem Auge und vermindert so wirksam den Augeninnendruck.

Ganglion sphenopalatinum

  • Ganglion sphenopalatinum ist das größte parasympathische Ganglion
  • es erhält seine motorischen paarsympathischen präganglionären Fasern aus einem speziellen Tränenkern(lacrimatory nucleus) im unteren Teil der Pons, die mit dem Gesichtsnerv (N. facialis) zum Ganglion ziehen
  • der parasympathische Anteil reguliert die Tränenproduktion in den Tränendrüsen und die Schleimproduktion in Nebenhöhlen und Nase
  • Heuschnupfen, Schnupfen und andere hypersekretorische Störungen innerhalb der Nasengänge können mit diesem Block erfolgreich behandelt werden

Ganglion  oticum / Gasseri

  • Ganglion oticum und das Ganglion Gasseri werden aus zwei Gründen zusammengefasst:
 
  1. der eine ist, dass das Ganglion Gasseri intrakraniell liegt; eine Blockierung wird nicht empfohlen, außer mit Hilfe von Röntgen oder CT
 
  2. der zweite Grund ist die enge Nachbarschaft zum N. dibularis, dem 3. Ast des Ganglion Gasseri, und eine  
            Blockierung des Ganglion oticum kann auch einen Teil des Ganglion Gasseri wirksam behandeln
  • der Ophthalmikus oder 1. Trigeminusast kann mit einem Ziliar-Ganglion oder einem supraorbitalen Nervenblock behandelt werden
  • der Maxillaris oder 2. Trigeminusast kann durch die Blockierung des Ganglion sphenopalatinum wirksam behandelt werden
  • das Ganglion oticum ist ein parasympathisches Ganglion, das aus dem N. glossopharyngeus präganglionär innerviert wird und sekretionsfördernd auf die Glandula parotis wirkt
  • es erhält einige sympathische Fasern aus dem oberen Halsganglion, welche die Blutgefäße der Parotis innervieren
Ganglion submandibulare


  • dieses parasympathische Ganglion erhält präganglionäre Innervation vom Nucleus salivatorius superior durch die Charta tympani des VII. Hirnnerven
  • die postganglionären Fasern üben eine sekretionsfördernde Wirkung auf die submandibulare und sublinguale Speicheldrüse aus, einige erreichen vielleicht auch die Parotis
  • eine Störung der Speicheldrüsen muss immer bei Patienten mit chronischer Müdigkeit, Dysbiose und Nahrungsmittelallergien vermutet werden

Vagus-Ganglien

  • beide Vagus-Ganglien sind ausschließlich sensibel, obwohl sie von paarsympathischen und einigen sympathischen motorischen Nervenfasern gekreuzt werden
  • mit neuraltherapeutischen Interventionen an den Vagusganglien können Dysfunktionen behandelt werden, die mit der Innervation des Vagus im Gastrointestinalbereich im Zusammenhang stehen, einschließlich Gastritis, Geschwüre, Dysbiose, Ösophagusreflux, funktionelles Hiatusherniensyndrom, Durchfall oder Verstopfung, irritables Colon, usw
  • über seine Kehlkopfäste kann der Vagus zur Heilung von Laryngitis beitragen
  • über seine Äste zum Herzen und zur Lunge kann er kardiovaskuläre Dysfunktionen regeln helfen

Jugularganglion

  • das obere oder Jugularganglion des Vagus erhält primär Fasern sensibler Hautnerven zur Ohrmuschel
 
  • —> dies erklärt, warum eine Irritation des Hörkanals oder des Trommelfells zu Husten, Erbrechen oder sogar zur 
            Hemmung der Herztätigkeit (cardiac inhibition) führen kann
  • das Jugularganglion ist zugleich verbunden mit dem N. accessorius, dem unteren Ganglion des N. Glossopharyngeus, dem oberen zervikalen Ganglion des Sympathikus und dem Gesichtsnerv

Ganglion nodosum

  • das untere Ganglion nodosum des Vagus erhält hauptsächlich Eingeweidesensationen zum Herzen, zur Lunge, zum Kehlkopf und dem Gastrointestinaltrakt
  • es ist verbunden mit dem N. hypoglossus, dem N. accessorius, dem oberen zervikalen Ganglion des Sympathikus und dem Rami ventrales des 1. und 2. Zervikalnervs der HWS
  • diese Innervationen können helfen, die klinisch signifikanten Befunde des verstorbenen Dr. Beardall zu erklären, nämlich, dass Subluxationen des Atlas häufig mit Irritationen des N. vagus und in zweiter Linie mit Nahrungsmittelallergien, die den Gastrointestinaltrakt beeinträchtigen, einhergehen

Halsgrenzstrang/ Halsganglion

  • 3. unteres, mittleres, oberes Cervikalganglion = Plexus thyroideus

obere Halsganglion

  • alle Zervikalganglien erhalten ihre präganglionäre Innervation aus der oberen BWS, die ihren sympathischen Abstrom (outflow) aus dem Hypothalamus bekommt
  • das Ganglion cervicale superius ist das größte (2,5 bis 3 cm lang) und das am meisten Krania gelegene sympathische Ganglion
  • es regelt die sympathische Funktion aller Strukturen oberhalb des Nackens

mittlere Halsganglion

  • Ganglion 7-8 cm lang
  • fehlt bei 40% der Bevölkerung
  • 3: unteres, mittleres, oberes Cervikalganglion = Plexus thyroideus
  • regulieren die Funktion der Schilddrüse durch Öffnen & Schließen der arteriellen Blutzufuhr zur Schilddrüse
  • —> ebenso wichtig wie die Regulierung über TSH
  • mittlere Cervikalganglion hat den größten Anteil am Plexus thyroideus
    Ganglion beteiligt an arterieller Blutversorgung & anatomischen Strukturen im Nacken, wie Bandscheiben, Bänder, Gelenkflächen, Muskeln
  • Symptome einer Störung: möglich Über- und Unterfunktion der Schilddrüse, Nackenschmerzen

Ganglion stellatum

  • das untere Cervicalganglion wird in der Regel durch den Zusammenschluss der unteren zwei Cervicalganglien und der oberen drei, manchmal vier Thorakalganglien gebildet und als Ganglion stellatum bezeichnet
  • dieses unregelmäßige fusiforme Ganglion ist ca. 2,8 cm lang
  • das Ganglion gibt Äste zu den Lungen, dem Herzen, der Aorta und dem Ösophagus ab
  • graue Rami innervieren die subkutane Muskulatur und die Blutgefäße der Arme; Äste ziehen zum mittleren und oberen Cervikalganglion
  • die Äste zur A. Carotis bilden den Carotisplexudie Tätigkeit des Carotisplexus wird durch das mittlere und obere Cervikalganglion weiter moduliert und ist für 
 die sympathische Innervation des gesamten Nacken- und Kopfbereiches, einschließlich Gehirn, verantwortlich


  • —> die Tätigkeit des Carotisplexus wird durch das mittlere und obere Cervikalganglion weiter moduliert und ist für die sympathische Innervation des gesamten Nacken- und Kopfbereiches, einschließlich Gehirn, verantwortlich
  • das Ganglion stellatum versorgt auch den Plexus thyroideus
  • zu den Symptomen einer Stellatumstörung gehören:
  1. Herzkrankheiten wie Tachykardie, Mitralklappenprolaps und anderen Arten von Herzkrankheiten
  2. Lungenkrankheiten wie Asthma, chronische Bronchitis und
  3. Störungen der Stimme sowie des Schluckmechanismus
  4. jede Art vasospastischer Störung des Kopfes, einschließlich Innenohrprobleme, Augenprobleme, 
 Nebenhöhlenprobleme und
  5. alle mit dem Gehirn verbundenen Zustände können mit einer Schädigung des Stellatums in Verbindung 
 gebracht werden
  6. Schulterschmerzen und chronische Schulter-Arm-Schmerzen, einschließlich der sympathischen 
 Reflexdystrophie (reflex sympathetic dystrophy) des Armes werden ebenfalls durch eine Störung dieses 
 Ganglions verursacht

Ganglion cardiacum

  • der oberflächliche (vordere) Plexus wird von Fasern des oberen Cervicalganglion und des linken Vagus gebildet
  • der tiefere (hintere) Plexus wird durch Herznerven aus dem cervicalen und oberen thorakalen Ganglion des sympathischen Grenzstrangs (sympathetic trunk), des Vagus und der Recurrensnerven gebildet
  • die Äste aus dem thorakalen und cervicalen Ganglion, welche die sympathischen Herznerven bilden, beschleunigen die Herztätigkeit und erweitern die Koronararterien
  • die cardialen paarsympathischen Fasern aus dem Vagus vermindern die Herztätigkeit und kontrahieren die Koronararterien
  • Es möchte scheinen, als sei die Neuraltherapie an diesem Ganglion ein Hauptbestandteil des Vorgehens bei der Behandlung von Herzkrankheiten. 
Indes war die Blockade des Ganglion stellatum historisch und klinisch die primäre Behandlungsmethode bei Kardiomyopathie. 
Dies kommt wohl daher, dass das Ganglion stellatum direkt blockiert und der Plexus cardiacus nur segmental behandelt werden kann oder es könnte sein, dass die Behandlung des Ganglion stellatum auch die cervicalen Thorakalganglien, welche den tieferen Plexus cardiacus bilden, mit erfasst.

Ganglion coeliacum
 / Plexus coeliacus

  • der Plexus coeliacus, der größte der autonomen Plexus, enthält zwei große Ganglien
  • sie sind für die sympathische Innervation des Magens, der Leber, des Dünndarms, Pankreas und von Teilen des Dickdarms verantwortlich

Frankenhäusersche Ganglion (Frauen) / Plexus Hypogastricus inferior

  • der Plexus hypogastricus inferior wird durch die Beteiligung der folgenden Fasern gebildet:
 
  • —> a) Nn. hypogastrici, die hauptsächlich sympathische efferente und afferente Fasern enthalten
          
    —> b) postganglionäre sympathische Fasern aus den Nn. splanchnici sacrales

    —> c) parasympathische Fasern aus den Nn. splanchnici pelvini (Nn. erigentes), die Zellkörper in den Segmenten 
              S2, S3, S4 der Wirbelsäue haben
  • der Plexus enthält eine große Anzahl kleiner Ganglien
  • mit Neuraltherapie in diesen Ganglien kann Prostatitis, Endometriose, Dispareunie 
(jede Art körperlichen und seelischen Nichtzusammenpassens in der Ehe, weibliche Anorgasmie, i.w.S. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, „Abwehrkampf“ der Frau), 
Dysmenorrhoe und andere urogenitale Dysfunktionen behandelt werden

Plexus sacralis

  • die Eingeweidenerven des Beckens versorgen das Rektum mit motorischen Fasern,
  • die Blasenwand mit motorischen und ihren Sphinkter mit hemmenden Fasern
  • diese Nerven versorgen das erektile Gewebe des Penis und der Clitoris und
  • senden vasodilatatorische Fasern zu den Hoden, den Ovarien, den Eileitern und dem Uterus
  • diese Eingeweidenerven aus dem Becken- und Kreuzbeinplexus versorgen außerdem das Colon transversum, acendens und sigmoideum
  • Hodenschmerzen haben Bezug zu den Nerven der Foramina von S3

Plexus coccygeus

  • der Plexus coccygeus kontrolliert die Vase nervorum der Nervenwurzeln von L2 und L3 und eignet sich daher zur Behandlung von Schmerzen des vorderen Oberschenkels und der Hüfte
  • er hat Einfluss  auf Dehnungsfähigkeit des Zervix während des Geburtsvorgangs
  • er ist außerdem Sitz des ersten Chakra im Yoga und
  • kann sich daher auf so unterschiedliche Symptome wie chronische Müdigkeit, Verdauungsschwäche, Konzentrationsschwäche, sexuelle Störungen und Kokzygodynie auswirken



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